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Dringliche
Interpellation Fraktion GB/ JA! (Anne Wegmüller JA! und Hasim Sancar GB):
Sinnvolle Zwischennutzung statt Sturheit
Der Berner Stadtrat hat am 29. November dem Begehren der Petition „Paradisli
bleibt grün!“ bis zum Baubeginn am Bauernhaus zugestimmt. Nun fordert
Gemeinderätin Barbara Hayoz, dass der Verein Paradisli bis am 18. Februar
das alte Bauernhaus verlässt und droht mit einer polizeilichen Räumung.
Damit übergeht Barbara Hayoz als zuständige Gemeinderätin bewusst den
Stadtratsentscheid von Ende Jahr und dies, obwohl zurzeit noch keine
Baubewilligung vorliegt.
Die Junge Alternative und das Grüne Bündnis sind der Meinung, dass bis zu
Baubeginn eine Zwischennutzung von Seiten der Stadt ermöglicht werden muss.
Deshalb fordert die Fraktion GB/ JA! den Gemeinderat auf folgende Fragen zu
beantworten:
1. Warum unterschlägt die zuständige Gemeinderätin den Stadtratsentscheid
vom 29. November 2007, welcher die Zwischennutzung durch den Verein
Paradisli bis Baubeginn vorsieht?
2. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt keine rechtskräftige Baubewilligung vor und
somit ist kein Zeitdruck vorhanden. Warum setzt die zuständige Gemeinderätin
dem Verein Paradisli trotzdem ein Ultimatum für den 18. Februar 2008 und
droht eine polizeiliche Räumung an?
3. Ist der Gesamtgemeinderat bereit dem Verein Paradisli eine weiterführende
Zwischennutzung bis Baubeginn zu ermöglichen?
4. Weshalb wurde der Stadtratsbeschluss vom 29. November 2007 im
Mediencommunique vom 15. Januar 2008 der FPI mit keinem einzigen Wort
erwähnt?
5. Zu welchem Zeitpunkt ist die Baubewilligung zu erwarten, falls alle
rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden?
6. Bestanden die in der FPI-Medienmitteilung vom 28. Januar 2008
aufgeführten Haftungsrisiken nicht bereits beim Abschluss des mitlerweilen
abgelaufenen Mietvertrages? Was hat sich an der Situation so dramatisch
geändert, dass die Feuerpolizeilichen Sicherheitsbestimmungen nun plötzlich
in keiner Weise mehr gewährleistet sind? Der feuergefährdete Ofen kann es
nicht sein, da nur noch mit Strom geheizt wird.
7. Wer ist Generalunternehmer? Wann startet das diesbezügliche
Submissionsverfahren? Wie lange wird es voraussichtlich dauern?
8. Welche vom Verein vorgenommenen Renovationsarbeiten gefährden die
Einhaltung der denkmalpflegerischen Vorgaben?
Bern, 31. Januar 2008
Begründung der Dringlichkeit: Die zuständige Gemeinderätin hat dem Verein
Paradisli ein Ultimatum bis am 18. Februar gestellt und droht andernfalls
mit polizeilicher Räumung. Bis zu diesem Datum müssen die in der
Interpellation gestellten Fragen unbedingt beantwortet sein.
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