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8. Mai 2008:
Jugendarbeitslosigkeit, Taten jetzt!
Zirka dreissig Leute sind dem Aufruf der JA! und des
Grünen Bündnisses gefolgt und haben politische Taten gegen
Jugendarbeitslosigkeit gefordert.
Im Anschluss an die Aktion haben einige StadträtInnen auch die Talons zur
Unterstützung einer Schülerin/eines Schülers abgegeben. Auch wenn dies
nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, ist es doch zumindest ein Zeichen
dafür, sich für die Verbesserung der Situation einiger Jugendlichen zu
verbessern.
Die jetzige Lage
vieler Jugendlicher sieht nämlich prekär:
Im Sommer 2007 haben nur rund 70% der AbgängerInnen aus dem 10.Schuljahr BVS
Bern-Mittelland am Ende des Schuljahres eine Lehrestelle gefunden, ca. 25%
fanden eine Übergangslösung und rund 5% blieben ohne Lösung. Die Situation
wird sich dieses Jahr kaum gebessert haben. Und dabei sprechen wir hier nur
von den AbgängerInnen der 10. Schulklassen. Dazu kommen die Schüler und
Schülerinnen aus den 8. und 9. Klassen. Auch sie sind stark vom
Lehrstellenmangel betroffen.
Wer keinen Mittelschul- oder Berufsabschluss vorweisen kann, hat es auf dem
Arbeitsmarkt schwer. 70% der jugendlichen SozialhilfeempfängerInnen fallen
in diese Kategorie. Mühe beim Berufseinstieg haben vor allem sozial
benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Neben dem Anbieten von Zwischenlösungen ist es deshalb unabdingbar, dass
Unternehmen dazu bewegt werden, Lehrstellen anzubieten. Zudem müssen
Massnahmen ergriffen werden, damit SchülerInnen, welche auch nach dem 10.
Schuljahr keine Lehrstelle finden, nicht aus den Strukturen fallen. Auch
wenn die Wichtigkeit des Themas immer wieder betont wird, geschieht auf
politischer Ebene nicht genug, um die Jugendarbeitslosigkeit und damit auch
die Jugendarmut zum bekämpfen.



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